Gynäkomastie bezeichnet das pathologische Wachstum der Brust bei Männern. Dieses Phänomen resultiert aus einem Wachstum des Drüsengewebes in der männlichen Brust und kann bei etwa der Hälfte aller erwachsenen Männer beobachtet werden. Manche Formen der Gynäkomastie lassen sich nur durch operative Maßnahmen entfernen.

Im Laufe des Lebens treten bei Männern gehäuft gynäkomatische Tendenzen auf, die jedoch mit der Zeit wieder verschwinden:

Neugeborenengynäkomastie: Ungefähr 60 Prozent der männlichen Neugeborenen haben in der ersten Lebenswoche einen Brustansatz. Da die Säuglinge durch die Plazenta und die Muttermilch mit Östrogenen der Mutter in Berührung kommen, wachsen ihnen kleine Brüste. Im Normalfall verschwinden diese Männerbrüste allerdings nach einigen Wochen bis Monaten wieder.
Pubertätsgynäkomastie: Während der Pubertät kommt es bei manchen Jungen erneut zu einem Brustwachstum. In dieser Phase wird der Hormonhaushalt des Körpers abermals umgestellt und es kann zu einer kurzfristigen Überproduktion von Östrogen kommen, das für das Wachstum der Männerbrust verantwortlich ist. Auch diese Form der Gynäkomastie ist in der Regel nur vorübergehend.
Altersgynäkomastie: Diese Form der Gynäkomastie ist derjenigen der Gynäkomastie durch Übergewicht sehr ähnlich. Altersbedingt kommt es innerhalb der Brust zu einem höheren Anteil an Fettgewebe. Das in Fettgewebe zahlreich vorkommende Enzym Aromatase wandelt das männliche Sexualhormon in Östrogen um und führt zu einem Wachstum der Brüste.
Die zuvor genannten Formen der Männerbrust sind temporäre Erscheinungen, die pathologische Form der Gynäkomastie ist jedoch ein dauerhaft bestehendes Problem. Um diese pathologischen Form besser behandeln zu können, ist ein Blick auf die Ursachen nötig.

ACHTUNG: Jeder ist einzigartig. Dies bedeutet, dass der Behandlungsprozess, die Planung und die Ergebnisse für Sie unterschiedlich sein können. Die Informationen, die Sie hier sehen, sind die Durchschnittswerte, die in einem großen Stichprobenumfang angetroffen werden. Für Details kontaktieren Sie uns bitte über WhatsApp: +90 546 475 41 10

Die Ursachen einer Gynäkomastie
Abgesehen von den lebenszyklisch bedingten Formen der Gynäkomastie, entsteht eine überproportionale Ausdehnung der Männerbrust durch:

*Erblich bedingte Vorbelastung
*Chronische Erkrankungen (wie Leberzirrhose oder Niereninsuffizenz)
*Krebserkrankungen
*Medikamenteneinnahme (da manche Medikamente zur Therapie von Herzerkrankungen, Antibiotika oder Antidepressiva Substanzen enthalten, die den Hormonhaushalt beeinflussen)
*Übermäßiger Drogenkonsum über einen langen Zeitraum (vor allem Marihuana und Heroin)
*Pflegeprodukte (die zum Teil Östrogene enthalten)
*Gewichtszunahme (in diesem Fall nimmt allerdings vor allem der Anteil des Fettgewebes in der Brust)

Je nach Ursache und Stadium zeigt sich eine Gynäkomastie auf diese Weise

Was vor der Operation einer Gynäkomastie beachtet werden sollte
Vor dem Eingriff wird der behandelnde Chirurg eine eingehende Anamnese Ihres Gesundheitszustandes vornehmen und auch im Detail mit Ihnen über die Ursache Ihrer Gynäkomastie sprechen. Zudem planen Sie gemeinsam, wie Ihre neue Brust aussehen soll.Wichtig für ein zufriedenstellendes Ergebnis ist, dass der Patient bereits sein Idealgewicht hat. Die Maßnahme zur Reduktion der Gynäkomastie ist nur dann erfolgreich, wenn auf die Operation keine gravierende Gewichts-Schwankung mehr folgt.Außerdem sollten Sie einige Tage vor dem Eingriff den Genuss von Alkohol und das Rauchen einstellen sowie blutverdünnende und entzündungshemmende Medikamente meiden.

Wie läuft eine Gynäkomastie-Operation ab?
Die Reduktion einer Gynäkomastie nehmen unsere Fachärzte im Rahmen einer Operation unter Vollnarkose vor. Hierbei wird ein kleiner Schnitt im Hof der Brustwarze vorgenommen. Nach erfolgtem Schnitt können Drüsen- und Fettgewebe sowie überschüssige Haut entfernt werden und die Brust anschließend nach den vor der Operation besprochenen Wünschen neu modelliert werden. Dazu werden dünne Kanülen in den Schnitt eingeführt, die durch einen kleinen Motor sehr schnell hin und her bewegt werden und so das Gewebe aus der Brust herausziehen. Dieser chirurgische Eingriff dauert in der Regel eine bis zwei Stunden und ist sehr schonend für das Gewebe.

Die Entnahme des Drüsen- und Fettgewebes sorgt zwar nicht dafür, dass die Ursache der Gynäkomastie behoben wird, die Erfahrung zeigt allerdings, dass unschöne Männerbrüste nach einer Operation nicht wieder auftreten

Heilungsprozess nach der Operation
In der Regel können Patienten nach der Reduktion einer Gynäkomastie in der Türkei nach zwei bis sieben Tagen wieder arbeiten, wenn die Arbeit keine schweren körperlichen Tätigkeiten voraussetzt. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollten Patienten sich allerdings mindestens eine Woche Ruhe gönnen.
Unmittelbar nach der Operation wird Ihnen ein spezielles Kompressions-Mieder angelegt. Dieses Mieder sollten Sie in den ersten drei bis vier Wochen weiter tragen, um möglichen Komplikationen vorzubeugen.
Saunagänge und das Tragen schwerer Lasten sollte bis sechs Wochen nach dem Eingriff gänzlich vermeiden werden, um die Narben nicht zu strak zu strapazieren. Leichten Sport dürfen Sie bereits nach drei Wochen wieder treiben.